![]() "Kajanus conducts Sibelius" Vol. 3 (2013)
• • • • "Kajanus conducts Sibelius" Vol. 3Die dritte und spannendste Folge der sensationellen Naxos-Edition mit historischen Kajanus-Aufnahmenvon Rainer Aschemeier • 9. Februar 2013
Und zum Dritten… Bereits an dieser Stelle sowie an dieser Stelle hatte ich über die tolle Veröffentlichungsreihe „Kajanus conducts Sibelius“ geschrieben. Ich erspare mir hier also die bereits gegebenen Hintergrundinformationen rund um die Aufnahmegeschichte und den Dirigenten und komme gleich zur Sache. Die dritte und letzte Folge in dieser aufregenden Naxos-Edition dürfte diejenige sein, auf die die meisten Sibelianer gewartet haben. Hier dirigiert Kajanus nämlich die im bereits „reifen“ Sibelius-Stil geschriebenen Sinfonien Nr. 3 und 5. Etwas anders verhält es sich bei der fünften Sinfonie, die in meinen Augen den vielleicht schwächsten Beitrag im sonst durchweg überzeugenden Kajanus-Historienbuch darstellt. Relativ konventionell, ehrlich gesagt, wenig spannend, kaum mitreißend dirigiert und vom London Symphony Orchestra des Jahres 1932 stellenweise nicht sehr gut gespielt, ist diese Aufnahme die einzige, die ich im gesamten Zyklus nicht als Referenz bezeichnen würde. Spannend ist auch die zusätzliche, quasi als „Bonus“ dreingegebene Aufnahme eines Kuriosums, nämlich des „Finnischen Jägermarschs“ Op. 91 Nr. 1, der wohl selbst eingeschworenen Sibelianern kaum oder gar nicht bekannt sein dürfte. Fazit: Ein qualitativ ambivalenter, aber wieder höchst interessanter Abschluss der bei Weitem interessantesten Reihe mit historischen Aufnahmen, die seit Jahren bei Naxos erschienen ist. Auch hier kann man übrigens nur wieder den Hut ziehen vor der fantastischen Restaurationsarbeit von Mark Obert-Thorn, der diese Aufnahmen klingen lässt, als seien sie erst 20 Jahre später entstanden. Diese Aufnahmen klingen in Anbetracht ihrer frühen Entstehungszeit in Obert-Thorns Überarbeitungen einfach sensationell frisch, vital und gut. Diesem Herrn gehörte eine Art „Welterbe“-Orden verliehen, denn diese Aufnahmen sind tatsächlich nicht mehr und nicht weniger als ein kulturelles Menschheitserbe. |
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